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Sektion Neu-Ulm

des Deutschen Alpenvereins e.V.

Eindrucksvolle Klettersteigtouren im Triglav-Nationalpark

Beim Aufstieg Zum Mangart

Beim Aufstieg Zum Mangart

Abstieg Vom Mangart

Abstieg Vom Mangart

Anstieg Zum Triglav

Anstieg Zum Triglav

Das Fenster Am Prisojnik

Das Fenster Am Prisojnik

Das Gesicht Am Prisojnik

Das Gesicht Am Prisojnik

Triglav In Der Morgensonne

Triglav In Der Morgensonne

Was haben die Begriffe FENSTER und GESICHT mit einem Klettersteige zu tun? Im weiteren Verlauf dieses Berichtes erfolgt die Auflösung...

Am ersten Septembertag dieses Jahres, ein Sonntag, ging es sehr früh morgens auf große Fahrt für drei (Dolf Delp, Horst Brunner und Mathias Otto) von insgesamt fünf Teilnehmern.

Isabella und Dieter Danks trafen wir dann pünktlich 9.30 Uhr am ausgemachten Parkplatz, sie fuhren gemütlich einen Tag eher los. Unterwegs regnete es viel und keiner glaubte an unsere erste Eingehtour. Wir kurvten trotzdem die steile und tunnelreiche Panoramastraße zum Parkplatz hinauf und siehe da, kein Tröpfchen mehr.

Es dauerte etwa vier Stunden bis wir, nach einem abwechslungsreichen Klettersteig, zusammen auf dem Mangart (2677m) standen. Obwohl es sehr bewölkt war, gab es eine großartige Berg- und Talwelt zu bestaunen. Der Abstieg entpuppte sich anfangs schwieriger als das zuvor Geleistete. Ein steiler und schottriger, teils rutschiger Weg ließ uns vorsichtig gehen, denn wir wollten ja noch mehr schöne Klettersteige erleben. 100m vor den Autos hielt der Himmel dann nicht mehr dicht, das tat unserer guten Stimmung keinen Abbruch.

Im Regen ging die Fahrt zum Postarski Dom am Vrsic Pass. Wir fühlten uns dort alle von Anfang an sehr wohl, was sowohl am zuvorkommenden Personal als auch am schmackhaften Essen lag. Ebenfalls sind warme Duschen und 3er Zimmer nicht üblicher Standard auf Wanderhütten.

Am nächsten Morgen stiegen wir wieder ins Auto und wollten ins Kot-Tal fahren, um von dort Richtung Triglav aufzusteigen. Irgendwie verpassten wir aber die Einfahrt in das schmale Tal, wähnten uns richtig und bemerkten erst an einer Abzweigung - nach einer Stunde Gehzeit (bergauf) - dass wir uns im Krma-Tal, im Nachbartal, befanden. Der Weg führt uns trotzdem zu unserer reservierten Hütte, aber ohne den eingeplanten Klettersteig über den Vrbanova-Gipfel. Alle nahmen es sehr gelassen und genossen die überaus schöne Wanderung. Alpenveilchen, Enzian und weißer Alpenmohn begleiteten uns auf dem langen aber moderaten Weg zum Dom Valentina Stanica.

Bis 14.30 Uhr trafen wir alle dort ein und genehmigten uns ein Radler und eine reichhaltige Gerstensuppe. Es gab nur noch ein weiteres Gericht ansonsten waren die Essensvorräte knapp, sie warteten auf den Hubschrauber. Nach der Stärkung wollten wir den restlichen Nachmittag nicht in der Hütte verbringen, sondern machten uns zu viert auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Dieter trennte sich dann von uns und bestieg einen kleinen Gipfel. Horst, Isabella und ich gingen einen Weg der zwei drahtseilgesicherte Kletterstellen aufwies und schon hatten wir heute doch einen Klettersteig absolviert. Nach einer langen Pause inmitten einer Edelweißwiese und schönster Aussicht machten wir uns auf den einstündigen Rückweg zur Hütte. Gemeinsam in einem Zimmer verbrachten wir die Nacht, wo selbst Ohropax für manche von uns kaum Schlaf versprach.

Am nächsten Tag stand die Triglav-Besteigung auf unserem Plan, der mit 2863m höchste Berg Sloweniens. Leider stand er nicht nur auf unserem Plan, sondern es war richtig was los auf dem gesicherten Steig hinauf wie hinunter. Unterwegs sorgten nahe Hubschraubergeräusche für Abwechslung und Fotos, um die fehlenden Lebensmittel an alle Hütten im Gebiet auszuliefern. Der Abstieg enthielt mehrere gesicherte Stellen und manchmal hätte man sich noch welche dazu gewünscht. Aber wir meisterten diese unerwartete Hürde und belohnten uns mit einem Radler bei einer Hütte direkt unter dem Triglavmassiv.

Den restlichen Weg legten wir in gemütlichem Tempo zum Auto zurück und übernachteten auf unserer Lieblingshütte.

Von dort zum Klettersteigeinstieg auf den Prisojnik (2547m) am nächsten Tag waren es nur 20 min. Nach ca. einer Stunde kamen wir am schon erwähnten GESICHT ganz nah vorbei. Eine natürliche Felsgestalt, die mit ihrem Schattenspiel auch keine andere Deutung zulässt. Am Ende, des meiner Meinung nach schönsten absolvierten Klettersteigs, erwartete uns das FENSTER. Es ist ein eindrucksvolles Gewölbe aus Fels, durch das wir stiegen und von oben tropfte kondensiertes „Wolkenwasser.“ Unsere Schritte und das Klicken der Karabiner hallten dumpf zurück und eine eigenwillige Höhlenatmosphäre auf über 2000m täuschte unsere Sinne.

Über dem Fenster trennten wir uns. Isabella, Dieter und Dolf stiegen zur Hütte ab, denn die lange Tour vom Vortag saß noch in den Knochen. Horst und ich machten einen längeren Umweg über den lohnenswerten Prisojnik - Gipfel. Gegen 17.00 Uhr erwarteten uns die anderen schon bei einem Bier auf der Sonnenterrasse. Danach zauberten die Köchinnen noch einen Festschmaus, der den Abschied von den Wirtsleuten noch schwerer machte. Den Heimfahrtag nutzten wir noch für einen letzten, vierstündigen, schönen Klettersteig auf einen benachbarten Gipfel.

Am Ende tranken wir ein sonniges Abschlussradler am Vrsic Pass auf die gelungenen Klettersteigtouren und dankten Dolf für die sehr gute Planung und seine Flexibilität bei Änderungswünschen.


FAZIT: Gerne wieder Dolf!!!

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